
Herausgeberinnen: Renate Stuefer, Inge Manka
Viele nicht-menschliche Tiere leben eigenständig mit uns in der gebauten Umwelt, in unserem Lebensumfeld – unserem Stadtquartier. Sie leben und versorgen sich dort, wo auch wir uns täglich aufhalten. Allerdings wird ihr städtisches Dasein durch uns Menschen oft nicht wahrgenommen, viele von ihnen werden als Schädlinge oder zumindest lästig empfunden. Doch angesichts der Herausforderungen durch Klimakrise und Artensterben, die dringlich ein Umdenken in der Gestaltung und Nutzung von Gebäuden und Städten einmahnen, stellt sich die Frage nach neuen baulichen und räumlichen Möglichkeiten des urbanen Zusammenlebens, in dem nicht-menschliche Tiere als gleichberechtigte Stadtakteur:innen anerkannt werden.
Die Beispiele in diesem Buch zeigen Ansätze, wie durch eine Kunst der forschenden Aufmerksamkeit für die eigene Schul- und Wohnumgebung Ideen eines solidarischen Miteinanders von menschlichen und nicht-menschlichen Tieren gefunden und ausprobiert werden können. Sie sind vor allem für junge Menschen als Anregung gedacht, sich zu trauen selbst in ihrem Umfeld aktiv zu werden.
Impulse aus Architektur, Kunst, Biologie, Ökologie, Soziologie usw. geben Einblicke in die aktuelle Diskussion zu geänderten Denkweisen im Natur-Kultur-Diskurs, Arbeitsblätter machen Vorschläge für erste eigene Annäherungen.
ISBN 978-3-9519719-4-0