
Entwurf: Florian Hödlmoser
EDU-Garden verbindet Gebäudebegrünungen mit den Vorteilen eines Schulgartens. Den Schüler:innen soll dabei die Möglichkeit eines ökologischen und nachhaltigen Gartens auch ohne eigenen Garten gezeigt werden.In einer zunehmend urbanisierten Welt gewinnen naturnahe Erlebnisse und ein bewusster Umgang mit ökologischen Ressourcen immer mehr an Bedeutung – insbesondere für die junge Generation. Schulgärten könnten dabei eine zentrale Rolle spielen, da sie Schüler:innen die Möglichkeit bieten, sich praktisch mit Natur, Ernährung und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Gerade im modernen städtischen Umfeld sind viele Schüler:innen von authentischen Naturerfahrungen entfremdet. Diese Distanz zur Natur kann dazu führen, dass ein Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge und die Wertschätzung von Lebensmitteln nur unzureichend entwickelt wird. Dennoch stehen Schulen im urbanen Raum häufig vor der Herausforderung, geeignete Flächen für Grünanlagen bereitzustellen. Die begrenzten Platzverhältnisse sowie die Anforderungen an Sicherheit und Funktionalität erschweren die Integration naturnaher Bereiche in den Schulalltag . Dabei sind Grünflächen nicht nur für den Bildungsauftrag von Bedeutung. Sie sind auch essenziell im Kampf gegen die städtische Überhitzung und den Klimawandel. Begrünte Flächen und Gebäudebegrünungen wirken als wichtige ökologische Refugien, reduzieren die Hitzebelastung und tragen zu einem angenehmen Stadtklima bei. Durch die Integration von Schulgärten als Gebäudebegrünung könnten Schulen also nicht nur Lernräume schaffen, sondern gleichzeitig das städtische Mikroklima verbessern und wertvolle ökologische Effekte erzielen. Solche Grünräume vereinen somit pädagogische und ökologische Ziele und bieten eine innovative Antwort auf die Herausforderungen des urbanen Umfelds.ZielsetzungZiel dieser Arbeit ist es, das Konzept von Schulgärten, in Gebäudebegrünungen im urbanen Schulbau zu integrieren und dabei sowohl architektonische als auch pädagogische Perspektiven zu untersuchen. Die Arbeit analysiert, wie durch die gezielte Begrünung von Fassaden, Dächern und anderen Gebäudeteilen mit ökologisch wertvollen Pflanzen und Nutzpflanzen Naturerlebnisse im städtischen Raum geschaffen werden können. Gebäudeintegrierte Schulgärten könnten zur Reduktion der Oberflächentemperaturen und zur Luftreinigung beitragen und gleichzeitig als Lernfeld für Schüler:innen dienen. Aufgrund ihrer Lage am Gebäude stellen sie eine innovative und raumsparende Lösung für Schulen in dicht bebauten Stadtgebieten dar und tragen gleichzeitig zur städtebaulichen Begrünung und Klimaverbesserung bei.Diese Gebäudebegrünung wurde in einem ersten mobilen modularen Prototyp realisiert. Dieser wird nun für zwei Semester im BRG/BORG Lessinggasse getestet. Parallel dazu wird ein Bauplan entwickelt, der Schulen als Anleitung dient, um eigene Pflanzmodule herzustellen, die sich später als Bestandteile der Gebäudebegrünung nutzen lassen.
Neues aus dem EDU-Garden
Der EDU-Garden verbindet ökologisch wertvolle Schulgärten mit innovativen Gebäudebegrünungen. Die Planungen für die ersten Begrünungsmodule für die Lessinggasse laufen derzeit auf Hochtouren.
Im Zuge dessen sind entscheidende Entwurfsparameter deutlich geworden, die die zukünftige Arbeit prägen werden. Besonders wichtig ist eine einfache Umsetzbarkeit, damit die Module mit Jugendlichen beispielsweise im Werkunterricht gebaut werden können.
Der nächste entscheidende Planungsschritt widmet sich der „Technik“ im EDU-Garden. Dazu gehört die Speicherung von Regenwasser, sowie eine automatische Bewässerung, die den Garten auch in den Ferien mit wichtigem Wasser versorgt. Die gemeinsame Umsetzung mit Schüler:innen ist für das Sommersemester 2025 geplant.